Case Study

Mehr Stabilität, Transparenz und Sicherheit für ein globales Diagnosesystem

Unser Kunde, ein international führender Hersteller von Motorgeräten aus Baden-Württemberg, betreibt ein weltweit genutztes Diagnosesystem für Händler und Servicepartner. Mit steigender Nutzung und wachsender technischer Komplexität traten jedoch wiederholt Performance- und Stabilitätsprobleme in zentralen Backend-Services auf. Ziel war es, die Systemstabilität zu erhöhen und die digitalen Serviceprozesse im globalen Händlernetz nachhaltig zu stärken.

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Premium-Hersteller im Bereich Forst- und Gartentechnik

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Maschinenbau

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Süddeutschland

Ausgangssituation

Das Diagnosesystem des Kunden wird weltweit von Händlern und Servicepartnern eingesetzt, um Geräte im Serviceprozess zu analysieren und relevante Diagnose-, Firmware- und Lizenzinformationen bereitzustellen. Die Systemlandschaft besteht aus einer lokalen Händleranwendung sowie mehreren Cloud-basierten Backend-Services. Besonders zentrale Dienste für Diagnosedaten und Firmware-Management sind geschäftskritisch, da Störungen direkte Auswirkungen auf Serviceprozesse im internationalen Händlernetz haben können.

Die Weiterentwicklung der Anwendung lag bei einem externen Entwicklungspartner, während die Cloud-Infrastruktur kundenseitig betrieben und verwaltet wurde. Direkter Zugriff auf Quellcode und interne Implementierungsdetails war im operativen Alltag nicht durchgängig gegeben. Dadurch mussten Fehleranalyse, Stabilisierung und Bewertung technischer Maßnahmen unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen erfolgen.

Zentrale Services waren wiederholt überlastet oder fielen aus, ohne dass Ursachen frühzeitig sichtbar wurden. Lastspitzen, Datenbankengpässe und fehlende Transparenz über das Performanceverhalten führten zu Eskalationen und hohem Analyseaufwand. Der Betrieb war dadurch häufig reaktiv geprägt.

Mit zunehmender technischer Komplexität wuchs zudem der Bedarf, Vorschläge, Tickets und Aufwandsschätzungen des externen Entwicklungspartners stärker aus Architektur-, Betriebs-, Sicherheits- und Kostensicht einzuordnen. Dabei ging es nicht um eine grundlegende Veränderung der Systemlandschaft, sondern um fundierte Entscheidungsgrundlagen für notwendige Maßnahmen, gezielte Qualitätsverbesserungen und einen stabileren Betrieb der bestehenden Services.

Gleichzeitig stand die bestehende Plattform vor der Aufgabe, wirtschaftlich sinnvoll weiter betrieben und perspektivisch in neue Lösungsansätze überführt zu werden. Dafür wurden fundierte Entscheidungsgrundlagen benötigt, um notwendige Stabilisierung, Risikoreduktion und Investitionen in das gewachsene Bestandssystem gezielt einordnen zu können.

Herausforderung

Im Betrieb und der Weiterentwicklung der zentralen Backend-Systeme ergaben sich verschiedene technische und organisatorische Herausforderungen:

  • Geschäftskritische Stabilität: Zentrale Backend-Services mussten zuverlässig verfügbar sein, da sie für Diagnoseprozesse, Firmware-Bereitstellung, Lizenzinformationen und Datenübertragung im internationalen Händlernetz relevant sind. Ausfälle oder deutliche Performanceprobleme konnten unmittelbare Auswirkungen auf Serviceprozesse bei Händlern und Partnern haben.

  • Fehlende Transparenz über Ursachen: Überlastungen und Ausfälle wurden häufig erst spät erkannt. Geeignete Übersichten, Auswertungen und Monitoring-Strukturen fehlten, wodurch technische Ursachen nur mit hohem manuellem Analyseaufwand eingegrenzt werden konnten.

  • Komplexe Datenbank- und Lastthemen: Datenintensive Services standen unter hoher Last. Datenbankstrukturen, Indizes, Abfragen, Datenvolumen und Upload-Verhalten mussten analysiert werden, um Engpässe zu reduzieren und Lastspitzen robuster abzufangen.

  • Verteilte Verantwortung und internationale Zusammenarbeit: Entwicklung, Betrieb, Infrastruktur und fachliche Bewertung lagen in unterschiedlichen Rollen und Organisationseinheiten. Die Zusammenarbeit mit internationalen Entwicklungspartnern erforderte eine klare technische Einordnung sowie präzise Kommunikation und Priorisierung.

  • Eingeschränkte technische Eingriffsmöglichkeiten: Da Entwicklung, Quellcode und Implementierungsdetails beim externen Entwicklungspartner lagen, mussten Fehleranalysen überwiegend über Betriebsdaten, Logs, Datenbankverhalten und Infrastrukturmetriken erfolgen.

  • Bewertung von Aufwand, Qualität und Nutzen: Technische Vorschläge und Aufwandsschätzungen mussten sowohl fachlich als auch aus Architektur-, Betriebs-, Sicherheits- und Kostensicht bewertet werden, um wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

  • Kosten, Sicherheit und Betrieb gleichzeitig optimieren: Neben Stabilität standen auch Cloud-Kosten, Sicherheitsanforderungen und Betriebsprozesse im Fokus. Verbesserungen mussten pragmatisch umgesetzt werden, ohne zusätzliche Komplexität oder neue Risiken zu erzeugen.

Vorgehen & Lösung

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Tiefgehende Analyse von Services, Daten und Datenbanken

dasilium analysierte zentrale Backend-Services, Lastverhalten und Datenbankstrukturen mit besonderem Fokus auf Diagnosedaten, Firmware-Management und zugehörige Datenbanken. Dazu gehörten umfangreiche Auswertungen zu Performance, Datenvolumen, Indizes, Abfragen und Lastspitzen.

Auf dieser Basis wurden konkrete Verbesserungsvorschläge entwickelt, priorisiert und mit den beteiligten Teams abgestimmt. So konnten technische Engpässe nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch gezielt adressiert werden.

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Transparenz durch Workbooks und operative Übersichten

Um Ausfälle und Überlastungen früher erkennen zu können, wurden Workbooks und Analyseansichten aufgebaut. Diese machten Betriebszustände, Lastverhalten und Auffälligkeiten transparenter und ermöglichten eine deutlich schnellere Ursachenanalyse.

Statt erst spät auf Störungen zu reagieren, konnten Risiken und Engpässe frühzeitiger sichtbar gemacht werden. Dadurch entstand eine bessere Grundlage für operative Entscheidungen, Priorisierung und Kommunikation.
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Proaktive Verbesserungsimpulse für Performance und Steuerbarkeit

Neben der Analyse bestehender Störungen brachte dasilium kontinuierlich eigene Verbesserungsvorschläge ein, um Performance, Transparenz und Kontrollierbarkeit der Plattform zu erhöhen. Dazu gehörten Optimierungen an Datenbankstrukturen, Indizes, Monitoring-Ansichten, Betriebsübersichten und Infrastrukturkomponenten.

So wurde die Plattform schrittweise stabilisiert und dauerhaft besser analysierbar, kontrollierbar und steuerbar gemacht.
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Fundierte Bewertung von Tickets, Aufwand und Nutzen

Ein wesentlicher Beitrag lag in der Bewertung technischer Vorschläge, Tickets und Aufwandsschätzungen des externen Entwicklungspartners. Maßnahmen wurden hinsichtlich Inhalt, technischer Notwendigkeit, Plausibilität, Kosten und Nutzen geprüft. dasilium brachte hierfür eine zusätzliche technische Bewertungsperspektive ein und unterstützte den Kunden dabei, Maßnahmen nachvollziehbar zu priorisieren und wirtschaftlich zu bewerten.

Dadurch konnte der Kunde fundiertere Entscheidungen treffen, unnötige Aufwände vermeiden und notwendige Qualitätsverbesserungen gezielter einfordern. Gleichzeitig entstand mehr Transparenz darüber, welche Maßnahmen kurzfristig erforderlich, mittelfristig sinnvoll oder wirtschaftlich nicht angemessen waren.
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Optimierung der Cloud-Infrastruktur

Die bestehende Cloud-Infrastruktur wurde hinsichtlich Stabilität, Kosten und Betrieb analysiert und verbessert. Obsolete Services wurden identifiziert und abgeschaltet, bestehende Ressourcen optimiert und Lastspitzen robuster abgefangen.

Ergänzend wurden ausgewählte Infrastrukturanteile mit Bicep automatisiert. Dadurch konnten wiederkehrende Änderungen nachvollziehbarer und reproduzierbarer umgesetzt werden. Die Automatisierung ergänzte den bestehenden Betrieb pragmatisch und schuf mehr Sicherheit bei Anpassungen, ohne die etablierte Systemlandschaft grundlegend zu verändern.
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Sicherheitskonzept in Abstimmung mit Cyber Security

dasilium entwickelte ein Sicherheitskonzept für relevante Infrastruktur- und Betriebsaspekte, stimmte dieses mit der internen Cyber-Security-Organisation des Kunden ab und brachte es zur Freigabe.

Dadurch wurden Sicherheitsanforderungen eng mit dem operativen Betrieb verzahnt und praxisnah in bestehende Betriebsprozesse eingebettet. Die Plattform konnte so nicht nur stabiler, sondern auch sicherer betrieben werden.
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Pragmatische Unterstützung zwischen Betrieb, Fachlichkeit und Dienstleister

Die Rolle von dasilium lag nicht in einem eng abgegrenzten Einzelprojekt, sondern in der pragmatischen Unterstützung dort, wo technische Klärung, operative Stabilisierung oder wirtschaftliche Bewertung erforderlich war.

Dadurch entstand eine flexible Beratungs- und Troubleshooting-Funktion, die Fachbereich, Infrastruktur, Betrieb und externe Entwicklungspartner wirksam miteinander verband.

Ergebnis & Mehrwert

Deutlich stabilerer Betrieb

Die zuvor regelmäßig auftretenden Überlastungen und Serviceausfälle konnten deutlich reduziert werden. Lastspitzen werden heute wesentlich robuster verarbeitet, kritische Services laufen stabiler und Eskalationen treten seltener auf.

Schnellere Fehleranalyse und bessere Transparenz

Durch Workbooks, strukturierte Auswertungen und verbesserte Monitoring-Ansichten entstand eine deutlich bessere Transparenz über Systemzustand, Lastverhalten und technische Engpässe. Ursachen können schneller erkannt, eingegrenzt und priorisiert werden.

Reduzierte Kosten durch gezielte Optimierung

Durch das Abschalten obsoleter Services, die Optimierung bestehender Infrastruktur und die kritische Bewertung externer Aufwandsschätzungen konnten Kosten reduziert werden, ohne die Stabilität zu gefährden.

Höhere Qualität in der Maßnahmenbewertung

Technische Vorschläge, Tickets und Aufwandsschätzungen werden heute fundierter bewertet. Der Kunde kann besser entscheiden, welche Maßnahmen notwendig sind, welche Aufwände gerechtfertigt sind und wo Qualitätsverbesserungen eingefordert werden müssen.

Verbesserte Sicherheit

Durch das erarbeitete und mit Cyber Security abgestimmte Sicherheitskonzept wurden relevante Sicherheitsanforderungen strukturiert adressiert und in den Betrieb eingebettet.

Belastbare Grundlage für zukünftige Lösungsansätze

Die Plattform wurde stabilisiert, transparenter gemacht und für den weiteren Betrieb besser steuerbar aufgestellt. Damit verfügt der Kunde über eine solide Grundlage, um bestehende Services wirtschaftlich weiterzubetreiben und zukünftige technische Lösungsansätze kontrolliert vorzubereiten.

Mehr Stabilität, weniger Eskalationen und bessere Entscheidungsgrundlagen: dasilium schuf Transparenz über technische Ursachen, reduzierte Risiken und optimierte die Cloud-Infrastruktur.

Bernd Herold
Managing Partner – Strategy
Als erfahrener Geschäftsführer, Interim Manager und Programmleiter führt Bernd Herold Unternehmen durch anspruchsvolle Transformationsphasen. Er entwickelt Daten‑ und KI‑Architekturen, die Vertrieb und Service strategisch stärken, und etabliert dafür die passenden Strukturen, Rollen und Prozesse. Mit klarem Blick für Organisation, Technologie und Menschen schafft er Rahmenbedingungen, in denen digitale Lösungen skalieren und Teams erfolgreich arbeiten.
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